Voll in die Presse

Transkript

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Speaker0: Howdy ho, herzlich willkommen zu Deutschlands Nummer 1 Presse- und Medien-Podcast,

Speaker0: zumindest wenn es um schräge Medien geht und zumindest wenn man der KI von Google glauben darf.

Speaker0: Denn ich habe kurz vor der Sendung einfach mal in Google gefragt,

Speaker0: gibt es einen Podcast für schräge Medien?

Speaker0: Und dann sagt mir die Google-KI, es gibt einige spannende Podcasts,

Speaker0: die sich genau auf dieses Thema spezialisiert haben und den kuriosen,

Speaker0: peinlichen oder verrückten Seiten der Medienwelt nachgehen.

Speaker0: Hier sind die passenden Empfehlungen. Und an Nummer eins steht, voll in die Presse.

Speaker0: Ein Träumchen. Ein Träumchen. Weltklasse. Das ist der Medienspiegel-Podcast

Speaker0: über herrlich schräge Meldungen, absurde Berichte und verrückte Social-Media-Posts.

Speaker0: Die Hosts beleuchten die teils lustigen oder nachdenklichen Geschichten hinter den Schlagzeilen.

Speaker0: Zu hören ist der Podcast unter anderem auf Spotify oder Podigy.

Speaker0: Ja, so ist das. Und da seid ihr jetzt auch irgendwo unterwegs.

Speaker0: Und wir dürfen euch willkommen heißen zu Folge 119 von voll in die Presse.

Speaker0: Und mit mir zusammen, wie immer, gehen wir rechts rum über den Tisch oder um den Tisch.

Speaker0: Und er macht sich bereit. Ich sehe, die Unterlippe wackelt schon.

Speaker0: Und da sitzt nämlich Beef Rogers.

Speaker3: Und ich bin wieder genauso enthusiastisch wie beim letzten Mal.

Speaker0: Man merkt das schon, ich klippe gleich aus.

Speaker3: Ich gehe sowas von steilig.

Speaker1: Und dass er rechts von dir sitzt, sieht man auch am braunen Shirt.

Speaker3: Ja, also ja, ich freue mich auch

Speaker3: wieder dabei zu sein. Es ist wieder ganz wunderbar und es wird so schön.

Speaker3: Ich sage als Teaser für meine Artikel nur Lala und Kitt.

Speaker0: Lala hatte ich auch, streiche ich jetzt spontan raus. Ups, ist egal,

Speaker0: ist egal, dass viel passiert hier.

Speaker0: Aber vielleicht hat ja der Prollo auch noch was dabei, was ich schon dabei habe.

Speaker2: Der Prollo verzichtet auf mehrfachen Wunsch heute auf das Thema Kloakentauchen

Speaker2: in Florida und bringt tatsächlich mal was Ernstes aus der Politik.

Speaker2: Die Demokratie stirbt in der Personalabteilung.

Speaker0: Okay.

Speaker3: Und ich bin der Uwe und ich bin auch dabei.

Speaker0: Gesoffen hat er, der Sammer.

Speaker1: Der Sammer ist auch dabei.

Speaker2: Der nagt jetzt schon seit Wochen an seinem Artikel, den er noch vorlesen muss.

Speaker1: Ja, das ist ja ein Schicksal, was ich in letzter Zeit häufiger zu ertragen habe,

Speaker1: dass ich einen Artikel verschieben muss.

Speaker1: Also heute geht es dann endlich um den Restcode am Flughafen.

Speaker1: Und außerdem will ich noch berichten, wie es eigentlich sein kann,

Speaker1: dass jemand geblitzt wird, der eigentlich gerade im Knast sitzt.

Speaker0: Ja, also irgendwie sind die Geschichten immer so ein bisschen wiederkehrend

Speaker0: mit unterschiedlichen Komponenten. Aber ich finde es geil. Also ich freue mich.

Speaker0: Wir kennen ja die Geschichten nicht.

Speaker0: Und Lala nehme ich jetzt weg und mache dafür spontan Ben Cartwright mein Name.

Speaker0: Ben Cartwright ist ja Cowboy und vielleicht nebenbei auch Farmer.

Speaker0: Weiß ich gar nicht. Ich glaube, der hat Kühe auf jeden Fall.

Speaker0: Und was macht ein Bauer gegen Falschparker, wenn ihm die Hutschnur platzt?

Speaker0: Und dann gibt es noch einen bizarren Trend in Japan.

Speaker0: Das kann auch so nur in Japan passieren. Also ihr dürft gespannt sein.

Speaker0: Und wir haben uns vor der Sendung darauf verständigt, dass der liebe Sammer

Speaker0: seine Klamottenkiste am Flughafen jetzt sagen darf, damit sie nicht wieder hinten runterfällt.

Speaker1: Ja genau, ich muss hier nur den wie immer super geilen Käsekuchen vom Beef gerade

Speaker1: ein bisschen auf Seite schieben.

Speaker0: Schon wieder Käsekuchen?

Speaker1: Das ist der Knaller hier.

Speaker0: Und heute, das kann ich schon mal dazu sagen, gibt es auch noch Bier.

Speaker0: Hier steht auch Bier auf dem Tisch, also für die, die uns von früher kennen.

Speaker1: Ja und der Käsekuchen übrigens mit Karamell, also extrem exquisit.

Speaker1: Es geht um Joe Laschet. Laschet kennen wir.

Speaker1: Das ist der ehemalige Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union,

Speaker1: also Ministerpräsident in NRW. Und Joe Laschet ist wohl irgendwie sein Sohn.

Speaker3: Ist wohl irgendwie sein Sohn?

Speaker0: Spekulationen gehen raus.

Speaker1: Ja, man weiß es ja nicht. Jedenfalls, er ist Mode-Influencer und er hat jetzt einen rausgehauen

Speaker1: und sagt, er findet es absolut respektlos, wenn am Flughafen Leute in Jogginghosen

Speaker1: rumlaufen, irgendwie Pyjama-Hosen,

Speaker1: Jogginghosen und Nackenkissen um den Hals.

Speaker1: Er sagt, hört mal, das ist nicht euer Schlafzimmer, das ist ein Flughafen.

Speaker0: Aber ganz im Ernst? 100 Prozent Zustimmung. 100 Prozent Zustimmung.

Speaker0: Also genau das denke ich auch. Ich bin kein

Speaker0: Influencer und schon gar kein Mode-Influencer, aber ich finde es echt.

Speaker0: Und dann noch so Badelatschen. Das ist ja auch so ein Trend mit Badelatschen

Speaker0: in die Innenstadt gehen.

Speaker0: Genau das, da kotze ich ab. Also wirklich, Karl Lagerfeld hat es ja schon gesagt,

Speaker0: wer die Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren,

Speaker0: zumindest außerhalb der eigenen vier Wände oder eines Sportstudios.

Speaker0: Also ich finde das tatsächlich ist meine Meinung. Danke, Joe Laschet.

Speaker1: Also ich muss da echt ehrlich gesagt gegenhalten. Ich finde,

Speaker1: es kann jeder rumrennen, wie er will.

Speaker0: War mir klar.

Speaker1: Sieht man ja auch hier. Guck mal gerade unter den Tisch. In der Adidas Jacke hier.

Speaker2: Wenigstens hat er heute eine Hose an.

Speaker1: Wenn ich unter den Tisch rinne, da sieht das schon... Ich habe eine kurze Hose an,

Speaker0: Aber keine Jogginghose und keinen Schlafanzug.

Speaker1: Ja, also wenn ich unter den Tisch gucke, dann bin ich jedenfalls froh,

Speaker1: dass du zumindest behauptest, eine Hose anzuhaben. Das sieht man nämlich nicht.

Speaker0: Die ist halt sehr eng und kurz geschnitten.

Speaker1: Also man muss jetzt nicht erfreut sein, darüber, wie andere Leute rumlaufen.

Speaker1: Wenn da irgendwie die Flodders am Flughafen aufmarschieren, muss man nicht toll finden.

Speaker1: Aber das als respektlos zu bezeichnen, finde ich ziemlich weitgehend.

Speaker1: Denn ich schulde niemandem, finde ich, bestimmte Klamotten.

Speaker1: Schuld tue ich nicht. Und wenn ich einen langen Flug habe, dann will ich mich

Speaker1: gemütlich anziehen. Und jetzt sagt der Laschet natürlich irgendwie,

Speaker1: Es gäbe auch irgendwie Lounge-Klamotten, ich weiß nicht, wie ihr das hier genau nennt.

Speaker1: Und Anzüge seien auch, er immer im Anzug und Krawatte, immer,

Speaker1: sagt er, und das sei überhaupt das Bequemste, Lounge-Ware gäbe es ja.

Speaker1: Also ist nicht jeder irgendwie ein Mode-Influencer, der dann irgendwie Lounge-Ware

Speaker1: sich irgendwo anschafft, um mal dieses Wort zu verwenden.

Speaker1: Also weiß ich nicht. Finde ich zu weitgehend.

Speaker1: Kann ich nicht so anfangen, dass das irgendwie respektlos gegenüber wäre.

Speaker1: Wenn man ungewaschen im Flugzeug sitzt und den Nachbarn mit seinem Schweißgeruch

Speaker1: vollstinkt, das finde ich respektlos. Aber Klamotten, nee.

Speaker2: Ja, aber ich finde, da kommt so ein bisschen, ich weiß nicht,

Speaker2: ob das ein Beruf ist, aber so ein bisschen das Berufliche durch.

Speaker2: Das hat ja jeder so, dass er es in seinem Expertengebiet häufig besser weiß als andere.

Speaker2: Was mir zum Beispiel auf die Nerven geht, Das sind so Leute,

Speaker2: die ihren eigenen Kaffee mit Samtbohnen selber rösten und dann mit so einer

Speaker2: Hightech-Maschine dann kredenzen.

Speaker2: Ja, ich finde, wenn die dann sich aber über meinen Kaffee lustig machen,

Speaker2: keine Ahnung, also der Beef zum Beispiel, der kriegt ja immer einen sehr guten

Speaker2: Kaffee hin, ja, aber der steht dann auch nicht und hält da zwei Stunden Monolog,

Speaker2: wo jetzt die Bohne herkommt, das gibt's ja auch, also dieses Expertentum,

Speaker2: ich hab jetzt Ahnung von Hosen und wahrscheinlich

Speaker2: endet's da dann möglicherweise auch, das unterstelle ich jetzt mal,

Speaker2: und dann regt mich das halt auf, wenn die Leute sich die Loungehosen nicht kaufen,

Speaker2: ja, ich wusste zum Beispiel bis heute nicht, dass es sowas gibt.

Speaker3: Also Lounge-Hos war zumindest mir auch neu. Ich bin trotzdem,

Speaker3: ich bin auch eher so ein bisschen, also ich bin eher bei Ben.

Speaker3: Also mit Jogginghosen kann ich auch genau gar nichts anfangen und diesen völligen

Speaker3: Schlabberatzky-Look da irgendwie, den brauche ich jetzt irgendwie auch nicht, egal wo.

Speaker3: Also auch nicht im Zug oder sonst irgendwo. Ich finde das ehrlich gesagt schon

Speaker3: so ein bisschen anstrengend. Wie gesagt, zu Hause kann jeder rumlaufen,

Speaker3: wie er will und von mir ist es sonst wie blank ziehen, ist mir alles egal. Aber

Speaker3: an so öffentlichen Orten finde ich es jetzt ehrlich gesagt so ein bisschen mittelmäßig.

Speaker3: Ich bin aber auch der Joe Laschet. Ich nehme an, wenn er Influencer braucht,

Speaker3: wahrscheinlich auch wieder mal Klickzahlen. Also würde er nicht zuletzt deswegen

Speaker3: da auch einen raushauen.

Speaker3: Ob man jetzt immer nur im Anzug fliegen muss, würde ich jetzt auch mal hint

Speaker3: anstellen. Aber wie gesagt, also Jogginghosen finde ich tatsächlich auch eher eine

Speaker3: ziemliche Verirrung in Modedingen. Da bin ich schon so ein bisschen...

Speaker2: Grüße gehen raus an die Radlerhosenrentner, die auf dem E-Bike durch Ahrtal fetteln.

Speaker1: Ja, aber es ist ja eine Geschmackssache. Wenn man jetzt hingeht und sagt,

Speaker1: ja, ist Geschmackssache, der eine findet Jogginghosen cool und auch nicht hässlich

Speaker1: und der andere sagt, ich würde sie nicht anziehen, finde ich schlimm.

Speaker1: Bei Geschmackssachen, da kann man dann doch jetzt nicht hingehen und jemandem

Speaker1: sozusagen Respektlosigkeit oder sogar Vorwerfen oder sogar Vorschriften machen

Speaker1: wollen. Also ich finde das,

Speaker1: wo endet das Ganze dann?

Speaker3: Vorschriften, will er das denn?

Speaker0: Es geht ja nicht um Vorschriften, man kann ja eine Meinung äußern.

Speaker3: Also ich finde Vorschriften, also das habe ich jetzt aus dem,

Speaker3: was du da vorgelesen hast, nicht rausgelesen.

Speaker1: Ja, da hört, das ist ja schon eine Aufforderung, zieht euch anständig an.

Speaker1: Das ist nicht euer Schlafzimmer, das ist ein Flughafen.

Speaker0: Ja, ist ja richtig. Die lehnen ja wirklich also mein bild was ich vor augen

Speaker0: habe wenn du das so beschreibst ist,

Speaker0: Wie auch immer, in welcher Altersgruppe, aber meistens sind das ja tatsächlich dann,

Speaker0: so Millennials oder so, die haben dann Adiletten an mit weißen Socken,

Speaker0: irgendwelche puffigen, weit aufgeplusterten Jogginghosen und dann gerne auch

Speaker0: die jungen Männer irgendwie nur ein Oberhemd, also nur so ein Ober-,

Speaker0: so ein Unterhemd besser gesagt, so ein Wifebeater,

Speaker0: im nackten Arm und dann aber um den Hals das Nackenkissen und die dicken Kopfhörer auf.

Speaker0: Und so rennen die dann rum mit irgendeiner Siggfresse und dann muss ich mir

Speaker0: das angucken und ich finde das jetzt,

Speaker0: also mir bricht da jetzt keiner ab, aber ich finde es tatsächlich fehl am Platz

Speaker0: für einen Flughafen so rumzulaufen und ich bin da aber auch immer schon der

Speaker0: Meinung gewesen, ich sage das auch meinen eigenen Kindern mit der Jogginghose

Speaker0: vor die Tür, kannst du machen, wenn du joggen gehst,

Speaker0: ist meine persönliche Meinung.

Speaker0: Ich würde natürlich jetzt niemandem verbieten, das zu tun, aber wenn ich sehe,

Speaker0: verliere ich zumindest den Respekt ein bisschen vor diesen Personen.

Speaker0: Vielleicht kann man es auch so rumsagen.

Speaker0: Also die sind dann für mich respektlos.

Speaker1: Sie sind ihren Respekt.

Speaker3: Sie sind respektlos.

Speaker1: Ich finde es ein bisschen schwierig.

Speaker1: Ich bin eher ein Freund davon, dass jeder machen kann, was er will und auch

Speaker1: sich anziehen kann, wie er will.

Speaker1: Das kann ja auch schnell in irgendeine politische Richtung gehen.

Speaker1: Dann läuft da irgendeine Dragqueen rum und dann kommt da irgendjemand,

Speaker1: der auch politisch nicht besonders tolerant ist und regt sich darüber auf,

Speaker1: wo sind dann da die Grenzen? Also, ich weiß es nicht.

Speaker2: Wobei die ja zu den tendenziell besser angezogen sind.

Speaker0: Im Zweifel sind die sehr gut angezogen.

Speaker1: Ja, das ist da aber auch schon wieder Geschmackssache. Das findet der dann eben

Speaker1: anders und der sagt, oh, da tun mir die Augen weh.

Speaker0: Kann ja sein, kann man dann ja auch vielleicht äußern, auf eine angemessen Art und Weise.

Speaker0: Wie gesagt, ich würde ja jetzt nicht irgendwie für ein Gesetz plädieren,

Speaker0: dass man das nicht mehr machen darf, aber ich muss schon meine volle Zustimmung

Speaker0: hier für Herrn Laschets Sohn,

Speaker0: Zum Ausdruck bringen, sonst stimme ich dem ja bei wenigen Dingen zu,

Speaker0: der Familie Laschet, aber ja.

Speaker1: Ja, gut.

Speaker0: Sag mal, hast du jetzt so lange warten lassen für so eine schöne Geschichte.

Speaker1: Ja, war ja wenigstens mal kontrovers hier, herrlich.

Speaker0: Ja, der alte Choleriker kam wieder raus.

Speaker0: Jetzt muss ich sagen, bevor die Sendung gleich schon wieder rum ist,

Speaker0: machen wir mal das alkoholfreie Bier auf hier. Das ist nämlich durchaus ansehnlich.

Speaker0: Einmal gibt es Karlsberg-Mann.

Speaker0: Und dann Zero Labs. Da kann vielleicht der Beef was zu sagen, der hat das ja besorgt.

Speaker3: Ja, vielleicht, also mehr Arbeit hatte der Briefträger damit.

Speaker3: Ich habe mir da eine Kiste schicken lassen per Post und der hat sich ein bisschen gequält damit.

Speaker3: Also bei dem Zero Labs, ich habe es jetzt auch probiert, ich finde es eigentlich

Speaker3: ganz gut. Es schmeckt klassisch wie ein Bier, also nicht noch irgendwie so eine

Speaker3: wilde Mischpampe oder mit sonst irgendwas dran.

Speaker3: Tendenziell auch eine Spur Herber. Es gibt auch drei verschiedene Sorten.

Speaker3: Und was ich halt auch, es gibt viele oder einige Biermarken haben trotzdem noch

Speaker3: relativ viel Zucker. Es ist nicht jeder, also auch manche 0,0 haben durchaus

Speaker3: Zucker, manche auch nicht.

Speaker3: Und das ist jetzt auch eine, die quasi keinen zusätzlichen Zucker hat und dadurch

Speaker3: wirklich kalorienarm mehr oder weniger ist und trotzdem Biergeschmack hat.

Speaker0: Ich habe jetzt hier das Futura Hell. No Sugar. Also ich kann das auch gerne

Speaker0: hier mit einem Glas trinken, dann können wir uns das teilen.

Speaker3: Ich habe das ungefiltert, ich habe das ja auch schon mal getrunken.

Speaker3: Ich habe ja noch mehr davon bestellt, alles fein.

Speaker2: Probier ich das auch mal, wo ich schon hier bin.

Speaker0: Und das habe ich gehört, der Postbote bringt auch gern mehr.

Speaker3: Genau. Also gern weiß ich, aber er bringt mehr auf jeden Fall.

Speaker3: Also es ist tatsächlich, so eine 24er Kartonkiste wiegt dann doch irgendwie, wie es halt so ist.

Speaker0: Ja, ich wusste gar nicht, dass sowas per Post verschickt wird,

Speaker0: aber ich habe vor zig Jahren, man kennt ja das, im Getränkemarkt kann man immer

Speaker0: diese kleinen Gewinnspielkarten ausfüllen, habe ich vor 30 Jahren, da war ich noch Student,

Speaker0: ausgefüllt und dann habe ich tatsächlich eine Kiste Bier gewonnen und zwar so

Speaker0: eine Originalkiste Bier mit zwei Gläsern und einem Öffner und das haben die

Speaker0: einfach in einen Pappkarton gesteckt und mir ein Studentenwohnheim geschickt.

Speaker0: Und der Hausmeister, der hat sehr geflucht, weil er das dann annehmen musste.

Speaker0: Dann habe ich mit dem im Keller erst mal so zwei, drei Flaschen zum Trost direkt aufgemacht.

Speaker3: Genau. Ja, das hier ist tatsächlich auch in einen Pappkarton gekommen,

Speaker3: wo die 24, also der war im Prinzip...

Speaker0: Ohne die Kiste. Ohne die Kiste, genau.

Speaker3: Aber der Pappkarton war aufgebaut wie so eine Kiste. Also da war quasi auch

Speaker3: so ein Pappstreifen zwischen allen Flaschen, damit das nicht dann nur noch flüssig

Speaker3: ankommt und als Altblas.

Speaker0: Ja, das kenne ich. Aber damals war, wie gesagt, diese Plastikkiste da einfach mit dem Karton.

Speaker3: Ja, dann würde ich mal sagen, Stößchen, die Damen und die Herren.

Speaker1: Prost. Prost.

Speaker0: Ja. So, da machen wir noch mit dem Sammer und dem Prollo.

Speaker3: Ja, geschafft.

Speaker1: Gut. Gadgetoarme.

Speaker0: Gadgetoarme. Ja. Was hatten wir jetzt? Jetzt hatten wir Klamotten,

Speaker0: Verirrungen am Flughafen oder an anderen Orten.

Speaker0: Da findet sich doch bestimmt eine gute Überleitung zu irgendeinem von euch.

Speaker2: Wir hatten ja jetzt schon über die Versager in den Klamotten gesprochen.

Speaker2: Und du unterstellst ja so ein bisschen Versagertum.

Speaker0: Das hast du jetzt gesagt.

Speaker1: Versager, ja.

Speaker2: Aber deinen Respekt haben sie ja offensichtlich nicht verdient.

Speaker0: Ich liebe Versager. Gut.

Speaker2: Die Sache ist die, wir gehen jetzt mal ins Berufliche.

Speaker2: Und mit der etwas schweren Kost nach der Frage, wo kommen eigentlich die ganzen

Speaker2: Diktatoren her? Und wie halten die sich?

Speaker2: Wir sind ja auch so ein bisschen Diktatoren-Experten-Podcast.

Speaker0: Da kann ich jetzt sogar die Folge zitieren, weil wir haben Anno dazu mal Folge

Speaker0: 16, wir haben jetzt Folge 119, Folge 16 war unser Diktatoren-Special.

Speaker0: Das ist eine unserer meistgehörten Folgen tatsächlich.

Speaker1: Da warst du ja sogar die Nummer auswendig.

Speaker0: Ja, das war unser erstes Special.

Speaker2: Also ganz so unterhaltsam wird es nicht leider, aber die Frage,

Speaker2: du brauchst als Diktator ja erstmal eine ganze Armada an Militärs,

Speaker2: Geheimdienstler und vor allem Bürokraten, um deinen Laden da am Laufen zu halten.

Speaker2: Und dank zweier Forscher, die sich mit Argentiniens schmutzigem Krieg aus den 70ern und 80ern mal

Speaker2: Ja, auseinandergesetzt haben, die heißen Scharf und Glasse.

Speaker2: Die haben das Buch Making a Career in Dictatorship geschrieben.

Speaker2: Auf Englisch sind aber offenbar Deutsch, aber können Englisch, das ist ja auch sehr gut.

Speaker2: Und ja, liest sich laut Rezension wie eine Mischung aus Banalität des Bösen

Speaker2: von Hannah Arendt und einem Business-Ratgeber.

Speaker2: Und ja, im Ergebnis, das ist wenig verwunderlich, aber jetzt wirklich mal anhand

Speaker2: von echten Daten aus den Militärakten und beruflichen Lebensläufen auch bestätigt.

Speaker2: Erfolg für Flaschen ist die Devise. Das heißt, du, wenn du es schaffst,

Speaker2: beispielsweise im Militär, da haben sie es untersucht, die Leute,

Speaker2: die einfach nichts drauf haben oder einfach zumindest so mittelmäßig unterwegs

Speaker2: sind, dass sie eine Beförderung auf normalem Wege nicht erwarten kann,

Speaker2: die steckst du in die Geheimpolizei und

Speaker2: Die Frustrierten und Mittelmäßigen, um es zu vervollständigen,

Speaker2: und Und ja, die machen dann da eben mit zwielichtigen Tätigkeiten,

Speaker2: also um es zu sagen, mit der Drecksarbeit Karriere.

Speaker2: In Argentinien sind sie dann teilweise nach Beförderung wieder ins Militär gewechselt

Speaker2: und haben dann sozusagen die Kollegen überholt, karrieremäßig oder beförderungsmäßig,

Speaker2: die regulär dageblieben wurden.

Speaker2: Und so werden die Leute halt gefangen. Also die leistungsfähigsten Offiziere

Speaker2: wurden den brutalsten Einheiten zugeteilt, steht hier. und

Speaker2: Das Gleiche, jetzt nicht von denselben Forschern erforscht, aber die gleichen

Speaker2: Tendenzen haben wir bei den Nazis, wo

Speaker2: die vermeintlich oder auch tatsächlich Benachteiligten immer die Eifrigsten

Speaker2: waren, irgendwelche Tonusschwadrohler auszustaffieren.

Speaker2: Sowjetunion, es wird hier als Beispiel genannt, hier Ungarn,

Speaker2: ist jetzt hoffentlich mal endlich vorbei.

Speaker2: Ja, so genannte, wie eine Politikwissenschaftlerin aus Michigan hier zitiert

Speaker2: wird, loyale Verlierer.

Speaker2: Und da sind wir eigentlich schon wieder beim, ja, leider nicht Themenwechsel,

Speaker2: aber bei der Frage, das ist ja aus den New York Times, die drängt sich also

Speaker2: auf, wie ist es mit den USA?

Speaker2: Und auch da haben wir ja die, die jetzt die Tendenz beobachten können,

Speaker2: einfach irgendwelche loyalen, aber doofen Leute heranzuzüchten und in Position zu bringen,

Speaker2: deren Lebensläufe, wie ich hier zitiere, ihnen in einer anderen Regierung keinerlei

Speaker2: Rolle verschaffen würden.

Speaker2: Und das wirft dann tatsächlich die Frage auf,

Speaker2: Wie geht das jetzt weiter? Also eigentlich laut Artikel hat oder nach den beiden

Speaker2: Forschern, auch die hier zitiert werden, haben so Gestalten, die da bei Eis arbeiten,

Speaker2: ja eigentlich eine perfekte Umgebung, um Ehrgeiz und Leistungsschwäche in Beförderung

Speaker2: umzubiegen und dafür auch einiges zu tun, wir wissen. So, jetzt ist die Stimmung im Keller.

Speaker0: Ich habe wirklich eine Frage, die mir schon zwei Minuten auf der Zunge liegt,

Speaker0: aber ich wollte dich nicht unterbrechen.

Speaker0: Ich kann das absolut nachvollziehen. Also das eine, dieses Kriterium,

Speaker0: dass man halt so vermeintlich benachteiligte oder übersehene,

Speaker0: Personen, die das Gefühl haben, sie haben in der, sagen wir mal,

Speaker0: regulären Gesellschaft oder Leistungshierarchie keine Chance,

Speaker0: die dann in Machtpositionen zu heben, sorgt mit Sicherheit für ein hohes Maß an Loyalität.

Speaker0: Also diesen ersten Schritt kann ich gut nachvollziehen.

Speaker0: Ich habe mir allerdings, das ist ja auch bekannt, also sagen wir mal so,

Speaker0: wir reden hier ja regelmäßig über eine Diktatur in einem Land,

Speaker0: wo jetzt die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet und da sind ja auch,

Speaker0: nicht immer die hellsten Kerzen an den Machtschaltern.

Speaker0: Und ich habe immer gedacht, dass das bei Diktatoren auch ein Prinzip ist,

Speaker0: weil sie nicht wollen, wenn die da jetzt so die Superbirne hin tun,

Speaker0: der halt richtig smart ist, dann werden die nachher noch so ausmanövert.

Speaker0: Ich habe mir gedacht, die umgeben sich mit loyalen Deppen, sage ich mal,

Speaker0: jetzt sehr vereinfacht gesagt, ich will niemandem Unrecht tun, aber so als Bild,

Speaker0: die applaudieren, aber nicht sozusagen die Kirsche von der Torte stehlen,

Speaker0: weil der Obermufti, der Oberdiktator halt doch immer noch als schlauer wahrgenommen wird.

Speaker2: Das wird jetzt hier gar nicht thematisiert, ist aber sicherlich auch ein Faktor.

Speaker2: Du willst ja keine Konkurrenten heranzüchten.

Speaker2: Ansonsten ist es aber tatsächlich auch so ...

Speaker2: Wenn die Leute, wenn die zu viel können, dann können die dir auch einen Vogel

Speaker2: zeigen, ja, dann suchen die sich halt einen anderen.

Speaker0: Können die auch hinterfragen.

Speaker2: Ja, aber die haben halt einfach, also Leute, die wenig Möglichkeiten haben,

Speaker2: irgendwie noch Karriere zu machen, die fängst du halt am leichtesten,

Speaker2: weil die anderen da nicht so drauf angewiesen sind.

Speaker3: Ich hatte deinen Artikel auch eher so verstanden, dass das so der Weg hin zur Diktatur ist.

Speaker3: Bei dir zielt es ja ein bisschen darauf ab, dass du dann ja schon an der Macht

Speaker3: bist und dann ja eher deine Diktatur stabilisieren willst.

Speaker0: Ja, aber das geht ja Hand in Hand. Wenn du die Leute einmal in dem Apparat etabliert,

Speaker0: das kannst du ja nicht wahllos austauschen.

Speaker3: Doch, das passiert ja. Also, ich sag mal, zwischen Mexiko und Kanada passiert das ja aktuell.

Speaker0: Zwischen Mexiko und Kanada?

Speaker3: Ja, Loser. Achso.

Speaker0: Ich dachte, zwischen diesen beiden Ländern.

Speaker3: Nein, also geografisch dazwischen.

Speaker2: Also, was man halt sagen muss, du kannst die Leute natürlich um einschütteln.

Speaker0: Ich bin prädestiniert für eine Diktatur, das merkt du schon.

Speaker2: Das wird nichts mehr mit dir. Also, Leute einsperren und beobachten und knüppeln ist halt auch teuer.

Speaker2: Insofern, also aufwendig. Insofern ist das halt auch einfach so von der Masse her ein Faktor.

Speaker2: Du musst die Leute ja irgendwie bei der Stange halten und Zucker,

Speaker2: Brot und Peitsche ist halt gerade bei so größeren Mengen an Leuten,

Speaker2: die ja auch den Laden am Laufen halten, günstiger als die alle mit irgendwas zu bedrohen.

Speaker3: Ja, aber ich meine, das war ja von Nazis bis in die Gegenwart so,

Speaker3: dass die Diktaturen in aller Regel kein Geschäftsmodell in Anführungsstrichen

Speaker3: etablieren, wo sie sagen, das funktioniert nachhaltig und wir wirtschaften hier solide.

Speaker3: Also darauf kommt es ja, glaube ich, nicht an. Das ist ja eher auf schnell und

Speaker3: heiß brennen in Anführungsstrichen. Und dann sehen wir mal. Also den Eindruck

Speaker3: habe ich da ja schon auch.

Speaker2: Ja, so Ideologie spielt auch immer natürlich eine Rolle.

Speaker2: Du kriegst aber ja nicht alle mit Ideologie verbogen. Und gerade so die Leute,

Speaker2: die dann vielleicht nicht so Feuer fangen, die kriegst du halt eher dann über

Speaker2: diesen Weg und die Kombination macht es am Ende.

Speaker2: Also das Bauchgefühl oder das Gefühl, was wir halt ja alle haben,

Speaker2: das ist heute der Einstieg in den Artikel. Also welche Anreize es für Eliten

Speaker2: gibt, loyal zu bleiben, da gibt es offenbar reichlich Untersuchungen zu.

Speaker2: Aber was ist mit der Basis? Und da haben sich halt auch die Forscher mit beschäftigt.

Speaker2: Also das Gefühl, dass da nur irgendwelche Flaschen befördert,

Speaker2: das ist ja entweder anekdotisch oder eben ein Gefühl.

Speaker2: Und die haben wirklich mal hier in Argentinien, wie gesagt, da sind die Militärdaten

Speaker2: wohl offen zugänglich oder die personalbezogenen Daten, sodass du da wirklich

Speaker2: gucken kannst, was sind das für Typen, die da Karriere gemacht haben und auf welchem Weg.

Speaker2: Und Geheimpolizei, also Drecksarbeit war halt eine Möglichkeit einfach befördert

Speaker2: zu werden oder irgendwie weiterzukommen beruflich.

Speaker2: So, weiß ich nicht, was wir daraus lernen, aber tja.

Speaker0: Ja, vielleicht, wenn wir positiv denken, dass wir dann vielleicht doch keine

Speaker0: Karriere in einer Diktatur machen.

Speaker2: Weil wir so gut sind.

Speaker0: Ja, oder wir müssen der Diktator werden. Also an der Stelle kann ich den George Bush Jr.

Speaker0: Zitieren. Der hat mal gesagt, wie war das?

Speaker0: Living in a Dictatorship is quite easy as long as you're the dictator.

Speaker0: Irgendwie sowas hat den Mann gesagt.

Speaker2: Das ist nicht falsch. Ja, wobei, da wirst du ja auch paranoid.

Speaker1: Ja, eben.

Speaker2: Da gucken wir jetzt mal auf die andere Seite.

Speaker1: Also wenn du den Putin beobachtest in diesen Tagen, also der Zustand oder das

Speaker1: Maß seiner Paranoia wird offensichtlich immer größer. Also ich weiß nicht,

Speaker1: ob das so der Traumjob ist.

Speaker3: Freie Berufswahl, er hat es sich ausgesucht. So sieht es aus.

Speaker3: Er könnte abtreten. Kein Problem. Das fänden viele ganz okay.

Speaker3: Ich würde ja mal was Positives, einfach mal eine nette Geschichte, was Positives.

Speaker3: Bei einem Konzert in Sydney, das ist aus dem Spiegel übrigens.

Speaker0: Ja, ich weiß, ich habe den hier auch.

Speaker2: Du kostest dieses Abo aber auch bis aufs letzte aus.

Speaker3: Ich hab nicht mal das Abo.

Speaker0: Ich hab's auch nicht, das ist im freien Spiegel.

Speaker2: Also den Q-Artikel vom letzten Mal, der war bei mir hinter der Paywall.

Speaker3: Nee, war aber nicht. Vielleicht Spiegel nicht. Ich hab die Süddeutsche da.

Speaker3: Da hab ich tatsächlich ein Abo, aber naja, egal. Auf jeden Fall.

Speaker3: Also hier geht's jetzt letzten Endes um ein Konzert in Sydney.

Speaker3: Und zwar war's, ist der Film La La Land. Ich weiß nicht, wer ihn von euch gesehen

Speaker3: hat. Emma Stone, Ryan Gosling, Tanzen.

Speaker3: Ist ein Musical und genau ist glaube von 2016 war ja auch recht erfolgreich und ähm

Speaker3: Da ist bei einem Konzert in Sydney quasi live von einem Orchester zu dem Film

Speaker3: die Filmmusik eingespielt worden. Auch mit dem Komponisten, also der die Filmmusik

Speaker3: seinerzeit geschrieben hat, das ist Justin Hurwitz.

Speaker3: Der hat dafür auch den Oscar gewonnen für die Musik und die haben dann im Darling

Speaker3: Harbour Theatre in Sydney quasi das live zum Film eingespielt.

Speaker3: Und die hatten dann ein Problem, mitten in der Show fiel der Pianist aus.

Speaker3: Und zwar wirklich, also er konnte nicht mehr weiterspielen, er sei zu krank gewesen.

Speaker3: Um weiterzuspielen und dann wäre kurz Panik gewesen und weil

Speaker3: die Musiker im Orchester hätten wohl noch versucht, irgendwelche Bekannten zu

Speaker3: erreichen, die sie kennen, die dann eventuell einspringen könnten,

Speaker3: aber das hätte dann auch nicht geklappt, hätte auch zu lange gedauert möglicherweise.

Speaker3: Naja und dann hat der Hurwitz gedacht, okay Leute, wir haben ja 2500 Menschen

Speaker3: im Publikum, dann frage ich mal, ob hier einer spielen kann.

Speaker1: Ist ein Arzt an Bord.

Speaker3: Der ist ein Arzt, genau. Jetzt habe ich nach einem Arzt gefragt,

Speaker3: Er ist ein Pianist quasi, also er hat tatsächlich gefragt, ob Pianist...

Speaker2: Da kenne ich so einen Cartoon, den ich jetzt mal versuche vorzulesen.

Speaker2: Ich bin Arzt, aber nee, ich bin scheiße, ich habe es schon versorgt.

Speaker2: Are you a doctor? Arzt, ich bin durch. Philosophy, ja und können Sie wenigstens

Speaker2: sagen, ob er lebt oder tot ist?

Speaker2: Ja, die Frage ist doch, hat er jemals gelebt?

Speaker3: Ja.

Speaker3: Ja, schön. Also wie gesagt, nochmal. Und er hat dann tatsächlich nachgehört.

Speaker3: Also erst hat sich keiner gemeldet. Da hat sich die Freundin eines Pianisten

Speaker3: gemeldet und hat quasi ihn da in den Vordergrund gespielt. Er wollte erst nicht.

Speaker3: Und er hat dann tatsächlich auch ein paar Fragen gestellt dann noch, um sicherzugehen, dass

Speaker3: derjenige auch wirklich sich nicht vielleicht ein bisschen überschätzt in seinen

Speaker3: Fähigkeiten, sondern ob er dann wirklich vom Blatt spielen kann und auch Tonarten,

Speaker3: in denen er noch nie gespielt hat etc.

Speaker3: Und da war tatsächlich ein 21-jähriger Student, Sterling Neyser,

Speaker3: der auch selbst als Pianist und Organist arbeitet.

Speaker3: Der ist dann tatsächlich eingesprungen und hat dann auf der Bühne da mit

Speaker3: dem kompletten Orchester dieses Spiel da zu Ende gebracht und

Speaker3: inklusive einem improvisierten Solo in einem der Lieder und ja und dann tobt

Speaker3: dann natürlich der Saal, also weil die natürlich auch froh waren dass die Veranstaltung

Speaker3: dann nicht abgebrochen werden musste oder nur so halbgar lief und

Speaker3: ja wie gesagt ist auch der Komponist war auch sehr begeistert,

Speaker3: dass das dann noch klappt

Speaker3: und dass er eben auch wirklich improvisiert gespielt hat. Das wäre tatsächlich

Speaker3: auch nicht selbstverständlich, das zu können.

Speaker0: Ich habe das ja auch hier gehabt und das, glaube ich, das war auch das,

Speaker0: wofür er sehr viel Lob aus der Crew bekommen hat.

Speaker0: Da gibt es irgendwie so ein super kompliziertes Solo und das hat er dann währenddessen

Speaker0: überlegt, dass er da Freestyle spielt.

Speaker0: Das hat aber einen richtigen Tonlage und so weiter, Tonart und so weiter, alles super gemacht.

Speaker0: Also coole Geschichte. Gibt auch, ich weiß nicht, ob im Spiegel,

Speaker0: zumindest bei SDR3, da habe ich das auch gefunden, gibt es auch ein Video.

Speaker3: Ja, das ist hier im Spiegel auch verknüpft quasi. Das ist da im Artikel drin.

Speaker3: Das kommt vom Guardian quasi.

Speaker0: Der Guardian, der Gärtner.

Speaker2: Das ist schade, dass wir hier keine Reaction-Videos machen. Dann können wir

Speaker2: uns das angucken und dann sind wir uns dabei, wie wir uns das angucken.

Speaker3: Aber ich finde, so ganz ungewöhnlich ist das nicht.

Speaker3: Also ich kenne es auch von Konzerten. Also ich kenne auch bei einem Foo Fight,

Speaker3: das Konzert, ist auch mal ein Gitarrist, also ist einer, der konnte dann mit der Band spielen.

Speaker3: Also das war dann nicht, weil dann irgendeiner ausgefallen ist,

Speaker3: sondern tatsächlich durfte ein Lied mitspielen und bei Green Day,

Speaker3: die haben das auch gemacht, die holen dann auch tatsächlich einen aus dem Publikum hoch,

Speaker3: der dann im Vorfeld und die dann quasi in dem Fall, also ich hab das in Köln

Speaker3: im Konzert erlebt, der dann auf die Bühne geht und der konnte dann,

Speaker3: hat ein Lied mitgezockt irgendwie und an der Gitarre, Gitarre umgehängt und

Speaker3: hat auch wirklich da losgelegt und

Speaker3: durfte dann einmal noch von der Bühne Stage diben und dann wirklich wieder runter ins Publikum.

Speaker0: Ja, aber die haben ja im Zweifel vorher voll geübt. Der Student,

Speaker0: der ist ja da jetzt hin und hat einfach nur die Noten gelesen.

Speaker0: Ich glaube, der hatte das jetzt wahrscheinlich sogar noch nie gespielt vorher

Speaker0: und einfach dann vom Blatt begleitet. Ja, das ist cool.

Speaker3: Ja, schon besonders halt.

Speaker1: Super beeindruckend. Man kennt das natürlich auch außerhalb der Musik,

Speaker1: also beim Fußball, wo wir ja häufig landen, dass irgendein Schiedsrichter plötzlich

Speaker1: K.O. geht und dann im Publikum sitzt einer, ist natürlich nicht ganz so eine große Leistung.

Speaker0: Oder manchmal wechseln sich auch so Flitzer selber ein und rennen dann über

Speaker0: den Platz und schießen Tor.

Speaker1: Genau. Mich hat es auch irgendwie erinnert an,

Speaker1: der Bief hat es bestimmt gelesen, die Schachnovelle, das ist natürlich ein bisschen

Speaker1: eine andere Konstellation, aber wo dann zufällig

Speaker1: auf dem Schiff, wo der Schachweltmeister gegen die ganzen Gäste simultan spielt,

Speaker1: wo dann plötzlich zufällig jemand

Speaker1: da ist, der die Niederlage gegen den Schachweltmeister verhindert und

Speaker1: Und sogar den Schachweltmeister schlägt, weil er so gut spielen kann aus bestimmten Gründen.

Speaker0: Kurze Frage, also nur zu deinem Hintergrund, ich hatte Deutsch-LK,

Speaker0: aber du hast nur dem Beef jetzt zugeschrieben, dass er das gelesen hat,

Speaker0: weil er den Spiegel und die Süddeutsche liest, oder was? Und der Proll und ich

Speaker0: nur so Proletenblätter, oder wenn wir Jogginghosen anhaben, oder was ist der Grund?

Speaker1: Ja, der Grund, dass vielleicht für alle, die uns ja nur hören und nicht sehen

Speaker1: können, wenn ich den Ben angucke, ich sehe immer einen Pullover mit zwei Armen

Speaker1: und dann ist da irgendwie so ein Rieseneimer davor.

Speaker1: Also ich sehe gar keinen Kopf, sondern das ist die Lampe, die komplett den Ben

Speaker1: aus dem Blickfeld nimmt und deswegen gucke ich immer zum Beef rüber.

Speaker0: Ich habe die Lampe am Leuchten.

Speaker3: Der Ben hat aber auch schon mal ein Buch gelesen, das habe ich gehört.

Speaker1: Ja, behauptet man zumindest.

Speaker0: Noch mehr lese ich allerdings das Internet und da ist mir, weil ich nicht nur

Speaker0: den Spiegel lese, ich lese auch so Fachblätter wie Agrar heute,

Speaker0: ist mir eine schöne Geschichte zu Teil oder Gewahr geworden,

Speaker0: die uns wieder zurück in die Grafschaft Cumbria bringt.

Speaker0: Hatten wir vor zwei Folgen schon mal, irgendwie mit den Naturnudisten,

Speaker0: die da auf in FKK auf so Naturisten treffen gehen wollten.

Speaker0: Und Cumbria ist ja insgesamt sehr schön und bekannt für seine schöne Natur.

Speaker0: Ein beliebtes Urlaubsziel mit Gletscherseen, schroffen Berggipfeln und eine

Speaker0: historische Verbindung zu vielen berühmten englischen Dichtern und Autoren.

Speaker0: Und deswegen sehr beliebt bei Touristen, Tagestouristen. Allerdings wird da

Speaker0: auch Landwirtschaft betrieben.

Speaker0: Und ein Landwirt Hock Hodgson Hodgson Hodgson.

Speaker0: Hodgson H-O-D-G-S-O-N Hodgson,

Speaker0: Hodgson,

Speaker0: Also nennen wir ihn einfach Hock. Der Hock, der Farmer Hock Es geht Hogwarts.

Speaker0: Der hat da so ein Schild aufgestellt an seinem Feld, weil er da ja Landwirtschaft betreibt.

Speaker0: Und das muss ich sagen, wirklich typisch Englisch sehr höflich.

Speaker0: Und da schreibt er hin, polite notice, do not park in the field.

Speaker0: Also alle, die kein Französisch können, freundlicher Hinweis, nicht im Feld parken.

Speaker0: Also kann man wirklich ja auch mal sagen, nett gemacht. Dann hat er auch noch

Speaker0: so ein paar Steine da an den Wegesrand gelegt, weil wohl immer wieder Leute,

Speaker0: da auch dann trotzdem parken.

Speaker0: Und so war es auch diesmal. Dann kamen wieder die Tagestouristen,

Speaker0: haben sein Schild ignoriert, haben sogar noch die Steine teilweise weggeräumt,

Speaker0: und haben wieder in seinem Feld geparkt, weil da gibt's irgendeine Sehenswürdigkeit da in der Nähe.

Speaker0: Lake District ist da und wahrscheinlich irgendein See, schätze ich mal.

Speaker0: Und der Parkplatz, der dazugehörte, war schon morgens voll. Dann haben sie wieder

Speaker0: das Feld zugeparkt. Dann kann er keine Landwirtschaft machen.

Speaker0: Und dann ist ihm irgendwann die Hutschnur geplatzt und was glaubt ihr, was er gemacht hat?

Speaker2: Gülle-Kanone?

Speaker0: Gülle, genau. Da standen 20 Autos, darunter auch Jaguar, BMW,

Speaker0: Mercedes und er hat dann einfach seinen Gülle- Sprayer geholt und hat die richtig schön eingesaut.

Speaker0: Da gibt es ja auch ein Video, was dann natürlich wieder verlinkt ist.

Speaker0: Also es sieht schon echt ekelig aus.

Speaker3: Es war aber kein Cabrio dabei, oder?

Speaker0: Nee, leider auf dem Bild sieht man zumindest keins, aber so richtig hier,

Speaker0: guck mal hier, so richtig so einmal...

Speaker1: Ich hab dir gesagt, du sollst das Fenster zumachen.

Speaker0: Hoffentlich haben sie das gemacht. Naja, er war sauer und jetzt frage ich natürlich

Speaker0: mal den Juristen hier in der Runde, war er denn im Recht auch das zu tun?

Speaker1: Also ich gehe nicht davon aus, also wenn die da auf seinem Grundstück parken,

Speaker1: dann hat er sicherlich irgendwie das Recht,

Speaker1: die dabei zum Beispiel runterzuholen, also mit dem Abschleppwagen oder was weiß

Speaker1: ich, aber einfach, das ist ja nur eine Beschädigung, naja, also gut,

Speaker1: man kann es runterwaschen, aber es ist jedenfalls eine vorübergehende

Speaker1: Beschädigung, Gebrauchsbeeinträchtigung, wie auch immer, glaube ich nicht, dass er es darf.

Speaker0: Also es ist noch nicht entschieden in dem konkreten Fall, aber 2020 gab es sowas

Speaker0: schon mal, wo ein Landwirt in England die Güllespritze eingesetzt hat und der

Speaker0: hat auch eine Strafe bekommen und das wird vermutlich auch der Hock,

Speaker0: dessen Nachnamen ich jetzt hier aus produktionstechnischen Gründen nicht wiederhole,

Speaker0: weil es verboten eine Eigenmacht.

Speaker0: Also wie du gesagt hast, er darf natürlich, wenn auf seinem Eigentum,

Speaker0: wenn das beeinträchtigt wird, darf er schon in gewissem Maße das Selbsthilferecht,

Speaker0: zumindest im Deutschen ist es so, das Selbsthilferecht nutzen,

Speaker0: aber halt nur angemessen.

Speaker0: Also er hätte sie abschleppen lassen können, aber nicht mit Kuhscheiße vollschwurzend.

Speaker1: Vielleicht hat er ja ein Geschäftsmodell, ein Joint Venture zusammen mit dem

Speaker1: Dorfautowäscher gemacht, der dann ein Riesengeschäft am Nachmittag,

Speaker1: am Abend, wann auch immer hatte.

Speaker0: Ja, wenn das dann reicht für die Bußgelder oder die Strafe für die Sachbeschädigung,

Speaker0: die es möglicherweise ist, dann könnte das ja passen. Aber ich fand es einfach witzig.

Speaker0: Ich kann das so total gut nachvollziehen. Ich möchte immer diese schlecht angezogenen

Speaker0: Touristen am Flughafen auch mit Gülle bespritzen. Aber ich bin ja Jurist selber

Speaker0: und deswegen mache ich das nicht.

Speaker3: Und man hat immer 100 Milliliter im Handgepäck.

Speaker0: Oder dich dabei. Aber dann will ich schon wieder den alten Raumspray-Ude können.

Speaker0: Ich zehre die ins Parkhaus.

Speaker1: Und dann ein bisschen sprühen.

Speaker2: Nicht hinter der Passkontrolle.

Speaker0: Ja, so viel aus Cumbria.

Speaker1: Ja, sehr schön. Autos, um Autos geht es auch bei dem Artikel,

Speaker1: den ich ja schon angekündigt habe. Wie kann es sein, dass jemand geblitzt wird,

Speaker1: der eigentlich gerade im Knast sitzt? Ähm,

Speaker1: Diese Frage stelle ich jetzt mal in den Raum, bevor ich weitererzähle.

Speaker1: Also für die, die den Artikel noch nicht gelesen haben, natürlich.

Speaker1: Also ist kein Freigänger,

Speaker3: Nehme ich an, der dann zu bestimmten Tagestellen raus darf.

Speaker1: Nein, kein Freigänger.

Speaker2: Also es war er oder sein Auto?

Speaker1: Nee, er wurde tatsächlich persönlich geblitzt.

Speaker0: Ja, vielleicht ist er im Gefängnistransport irgendwie.

Speaker3: Ausgebüxt.

Speaker1: Nee, also Gefängnistransport war das nicht.

Speaker3: Ich habe einen Zwilling, der ziemlich ähnlich aussieht.

Speaker1: Also es ist so, dass, nein, das ist auch kein Zwilling. Ausgebüxt ist vielleicht

Speaker1: ein bisschen zu viel gesagt.

Speaker1: Das wäre auch einfach. Nee, es ist tatsächlich,

Speaker1: der Hintergrund ist gar nicht so witzig, weil es kriegt gerade einen richtig

Speaker1: fetten Justizskandal hier in NRW, direkt hier um die Ecke von wo wir gerade

Speaker1: aufnehmen in Euskirchen.

Speaker1: Dort haben nämlich JVA-Beamte gegen entsprechende Gegenleistungen

Speaker1: Insassen, also Gefängnisinsassen Vorteile gewährt, also zum Beispiel Ausgang

Speaker1: und haben sogar richtiggehend Abos verkauft, also dagegen Geld,

Speaker1: sodass die eben dann auch mal raus durften, wenn sie eigentlich nicht raus durften.

Speaker1: Und da ist einer, wie gesagt, aufgefallen, weil er mit einem Luxusauto zu schnell unterwegs war.

Speaker1: Und das ist auch noch, also ist ja alles irgendwie schon schlimm genug.

Speaker1: Ich weiß nicht, ob ihr den Fall kennt, aber eine polizeibekannte Person einer

Speaker1: Leverkusener Großfamilie.

Speaker1: Für alle, die den Fall vielleicht nicht kennen, Es gibt dann,

Speaker1: also ich weiß es nicht sicher, ob das der Fall ist.

Speaker0: Familie Bayer?

Speaker1: Nee, Rudi Völler hat auch nichts damit zu tun.

Speaker1: Nein, es gibt den Fall von Sozialbetrug durch eine, also ich glaube,

Speaker1: man darf das so sagen, Großfamilie, Clan, so in die Richtung gehend,

Speaker1: die aufwendig durch wirklich lange Polizeiarbeit, dann haben sie den einen oder

Speaker1: anderen Ding festmachen können und haben Immobilien, richtig teure Autos und

Speaker1: so weiter auch beschlagnahmt.

Speaker1: Möglicherweise, ich sage das extra, möglicherweise ist das der Fall,

Speaker1: der den Hintergrund hat, bei dieser Person zumindest.

Speaker1: Aber es geht auch um 13 weitere Ex-Häftlinge. Also sie haben da

Speaker1: Staatsanwaltschaft Bonn wohl

Speaker1: jahrelang ermittelt und haben jetzt diverse JHA-Bedienstete-Hops genommen,

Speaker1: die da drin verwickelt sind.

Speaker2: Die interessante Frage ist doch, wenn du diesen Vorteil annimmst,

Speaker2: machst du dich durch das Rausgehen strafbar, wenn dir das ermöglicht wird?

Speaker2: Also Beamte bestechen ist ja eine Sache, aber sozusagen, wenn dich einer rauslässt,

Speaker2: ich meine, wenn ich mich recht entsinnere, ist ja auch das Ausbrechen an sich

Speaker2: nicht strafbar, weil der Mensch ja zur Freiheit drängt.

Speaker2: Deswegen müsst ihr ja eigentlich auch die Gelegenheit, den Ausgang zu nutzen, nicht strafbar sein.

Speaker1: Ja, also strafbar dürfte tatsächlich nur die Bestechung sein.

Speaker0: Und das Bußgeld.

Speaker1: Ja, und das muss Geld werden zu schnellen Fahrens. Aber dass er draußen unterwegs

Speaker1: war und das angenommen hat, rauszugehen, wahrscheinlich nicht,

Speaker1: würde ich mal so einschätzen.

Speaker2: Kann ja auch sein, dass irgendwie so ein, weiß ich nicht, ein philanthropischer

Speaker2: Wärter da irgendwie mal Leute rauslässt. Kostenfrei.

Speaker0: Ja, für entsprechende Gelder wird jeder zum Philanthrop. Oder die Oma.

Speaker0: Aber das habe ich tatsächlich gar nicht mitgekriegt. Das ist ja wirklich hier

Speaker0: bei uns nicht so weit weg und dann sind die hier ständig spazieren gefahren und sonstige Ja.

Speaker2: Was denkst du, wie ich es jede zweite Woche hier hinschaffe?

Speaker1: Das kostet.

Speaker0: Jetzt haben sie hier schon die Brücke gesperrt, damit du drüben bleibst.

Speaker1: Das hast auch nicht nur du nicht mitgekriegt. Ich fand bemerkenswert,

Speaker1: das ist der Spiegel übrigens, da gibt es auch zwei Artikel zu mittlerweile.

Speaker1: Ich fand bemerkenswert die Aussage, dass nicht einmal das Ministerium über die

Speaker1: Ermittlungen informiert wurde, sondern das war derart Top-Secret,

Speaker1: dass das nur im kleinsten Kreis ermittelt wurde.

Speaker1: Und ja, jetzt sind da einige JVA-Beamte, glaube ich, schwer in Schwierigkeiten,

Speaker1: unter anderem auch in Abteilungsleiter irgendwie.

Speaker1: Also das gibt wohl richtig Mecker.

Speaker3: Ja.

Speaker0: Krasse Sache, aber das ist natürlich auch echt dann dämlich,

Speaker0: sich dann auch noch blitzen zu lassen.

Speaker1: Das ist richtig scheiße, ne?

Speaker0: Aber gut, andererseits hat er sich vielleicht gedacht, jetzt gibt's ihm.

Speaker1: Ja, es ist wohl, glaube ich, auch nicht der einzige Hinweis gewesen darauf,

Speaker1: dass da was schiefläuft in dieser JVA.

Speaker1: Sie haben auch von irgendeinem Drogendealer ein Handy gefunden und da waren

Speaker1: dann irgendwie Nachrichten drauf, dass da irgendwie JVA-Beamte bezahlt werden für ein Abo.

Speaker1: Für ein Ausgeh-Abo.

Speaker0: Nicht schlecht. Ich hasse ja Abo-Modelle.

Speaker3: Ich hätte auch noch ein Knöllchen-Thema, geht aber in eine ganz andere Richtung.

Speaker3: Ich hatte ja angeteasert, KIT, ich weiß nicht, wer damit sofort eine Fernsehserie

Speaker3: aus den 80ern und 90ern, an den 80ern, glaube ich, assoziiert.

Speaker1: Das ist doch der, der die Mauer zum Einbruch gebracht hat.

Speaker3: Ja, so fast. Er hat zumindest nach dem Freedom geschaut. irgendwie.

Speaker3: Genau, das ist eine Serie von David Hasselhoff, mit David Hasselhoff,

Speaker3: es hieß Night Rider, und da war ein wesentlicher Teil war das Auto-Kit.

Speaker3: Und das steht schon seit Jahren in den USA, in einem Museum,

Speaker3: im Volo-Museum in Bundesstuart Illinois.

Speaker3: Und ja, und es hat jetzt ein Knöllchen bekommen, das ist auch ans Museum geschickt

Speaker3: worden, wegen zu schnellen Fahns. In New York City.

Speaker3: Und wie gesagt, es steht seit Jahren unbewegt im Museum und das Knöllchen ist

Speaker3: auch aktuell. Also es geht um 50 Dollar.

Speaker3: Weil er am 22. April mit 36 Meilen pro Stunde durch eine Tempo-25-Zone in Brooklyn gefahren sei.

Speaker2: Das hätte er mal richtig krachen lassen.

Speaker3: Genau. Auf den Fotos der Verkehrskamera ist ein schwarzer Wagen mit dem Nummernschild

Speaker3: Knight zu sehen, genau wie auf dem Kitt-Nachbau des Museums.

Speaker3: Und ja, jetzt vermuten die tatsächlich, also wie gesagt, nachweislich,

Speaker3: das Fahrzeug ist nicht gefahren. Es gibt auch sonst kein zugelassenes Knight-Auto.

Speaker3: Also sie gehen tatsächlich davon aus, dass das

Speaker3: falsch zugeordnet wurde durch das automatische Nummernschilderkennungssystem.

Speaker3: Wenn das so ist, wird da natürlich noch ein bisschen größeres Fass draus,

Speaker3: weil dann können natürlich auch andere sagen, das ist irgendwie auch falsch zugeordnet worden.

Speaker3: Also wenn durch sowas jetzt so ein Fehler entsteht, kann das größere Folgen

Speaker3: haben. Der Museumsdirektor war noch ganz witzig, weil der hat irgendwie per

Speaker3: Facebook dann noch irgendwie gescherzt, hat jemand die Nummer von Hasselhoff,

Speaker3: er schuldet uns noch 50 Dollar.

Speaker3: Und wie gesagt, auch jetzt hat das Museum inzwischen ganz offiziell Einspruch

Speaker3: eingelegt und wird jetzt geprüft. Ich finde das ja schon auch schräg.

Speaker3: Also hier sind auch Beispiele, wie dann dieses Nummernschild aussieht.

Speaker3: Aber so richtig erklären kann es keiner.

Speaker0: Ja, ich meine, das Auto ist doch wahrscheinlich kein Unikat, oder ist das ein Unikat?

Speaker3: Doch, das ist so ein besonderer, also es ist ein Pontiac Firebird Trans-Am,

Speaker3: der aber irgendwie noch umgebaut ist mit irgendwelchen Zipp und Zapf.

Speaker3: Klar, kann man natürlich auch nachbauen.

Speaker0: Nachgebaut, ja.

Speaker2: Mit der Lampe vorne.

Speaker3: Genau, und das Sprach-Computersystem dann mit drin.

Speaker0: Damals in den 80ern war ja so eine Armbanduhr, mit der man reden konnte, noch was ganz Modernes.

Speaker2: Ja, und so eine Karte, die dich dann wo gefunden hat.

Speaker0: Und selbstfahrende Autos und Busse.

Speaker1: Die dich dann wo gefunden hat.

Speaker2: Also, wie soll ich sagen? Selbstfahrende Autos sowieso mal. Also,

Speaker2: dass man mit dem redet und der irgendwie auch zickig wird, im Zweifel,

Speaker2: das haben wir heute noch nicht, aber sehr visionär.

Speaker3: Ja, sehr visionär und genau. Das Schild ist übrigens auch kein echtes Kennzeichen

Speaker3: und so weiter, sondern Fantasie, das wird auch im Museumshop verkauft.

Speaker3: Also da kann dann jeder sein Corsa zum Ride Rider Auto machen.

Speaker2: Sollte ich mal probieren.

Speaker0: Ja. Also die Zeit ist eigentlich schon rum, aber ich muss das hier noch ganz

Speaker0: schnell loswerden, was ich als japanischen Trend verkauft habe,

Speaker0: weil ich, anders als der Sammer das immer vergesse bis zur nächsten Folge und der Trend,

Speaker0: der in Japan schon seit einiger Zeit abgeht,

Speaker0: nennt sich Coffin Lying.

Speaker0: Und das also das Liegen und Meditieren in Särgen.

Speaker0: Da sind die Japaner wohl gerade ganz wild drauf und da gibt es verschiedenste Angebote.

Speaker0: Ich habe das jetzt hier in der, wir waren ja gerade da, New York Post gefunden,

Speaker0: und Und das wird wirklich da verkauft. 30-Minuten-Sessions, 13 Dollar.

Speaker0: Warum das jetzt hier in Dollar ist, haben die wahrscheinlich die Yen umgerechnet.

Speaker0: Und dann kannst du dir verschiedene Formate suchen.

Speaker0: Du kannst geschlossen, im geschlossenen Sarg, das machen im offenen Sarg,

Speaker0: mit auch sehr schönem Blumenschmuck, also wie eine Leiche, kannst du dich dann

Speaker0: da reindrapieren lassen und einfach mal übers Leben 30 Minuten nachdenken.

Speaker0: Frage zum Abschluss, wäre das was für euch?

Speaker0: Ich sage euch ja gleich, warum das so beliebt ist, aber wäre das was für euch?

Speaker2: Nee.

Speaker3: Nee.

Speaker3: Spannender fände ich es ja, wenn sich dann Leute irgendwie in eine Urne legen lassen würden.

Speaker0: Ja, der Trend lässt nur auf sich warten, komischerweise.

Speaker3: Aber

Speaker3: ich verstehe so den tieferen Sinn dahinter nicht. Also was da der Witz sein

Speaker3: soll oder will man schon mal Probeliegen und denken, wie fühlt es sich an?

Speaker3: Ich meine, ich gehe davon aus, dass wenn ich dann mal dahingeschieden bin und

Speaker3: in einem Sarg liegen sollte, dann kriege ich es nicht mehr mit.

Speaker2: Oder so wiedergeburtsmäßig, dass du da rauskommst und denkst,

Speaker2: ach, dein neues Leben vertreten kannst,

Speaker3: Wie du da rauskommst, dich ausbuddelst.

Speaker0: Also der Artikel ist durchgehöhender Schaufel. Will der Sammer noch was sagen?

Speaker0: Der guckt so, der ist schon am Meditieren.

Speaker3: Er hat gerade an sein dunkles Zimmer im Keller nachgedacht. So sieht es aus.

Speaker0: Also ich glaube, das sind verschiedene Gründe. Ein Grund führt vermutlich weit

Speaker0: in die japanische Kultur hinein, ist, dass die Kultur des Trauerns in Japan

Speaker0: ganz anderen Stellenwert hat als bei uns.

Speaker0: Also Memorial Service oder Kuyo, wie das hier genannt wird.

Speaker0: Das ist tief verankert, diese Trauer, also auch eine zeremonielle Trauerbegleitung,

Speaker0: ist ein tiefer Part der japanischen Kultur und eine nationale Tradition,

Speaker0: dass man eben, wenn Leute wirklich tot sind, dann eben auch in diesen Memorial Places da trauert.

Speaker0: Aber warum es jetzt zum Trend wird, ist scheinbar, weil die Leute liegen halt da,

Speaker0: Quasi im Sarg und denken über die Vergänglichkeit des Lebens nach.

Speaker0: Und das führt sie wohl in eine Lage, dass sie über ihr noch laufendes Leben

Speaker0: besser nachdenken können.

Speaker0: Also ich meine, Japan ist ja jetzt, die sprechen ja auch, hat hohe Suizidrate

Speaker0: und andere Geschichten, hohes Maß an Mental Health Problemen.

Speaker0: Und sich dann quasi diese Vergänglichkeit des Lebens und damit letzten Endes

Speaker0: auch den Wert des Lebens so vor Augen zu führen, wenn man quasi in einem Sarg

Speaker0: liegt und sagt mal hier so, darin wird es enden.

Speaker0: Das ist wohl ein Teil der Erklärung, warum das.

Speaker0: Eine gewisse Beliebtheit da momentan hat.

Speaker0: Also für mich, weiß ich nicht, bräuchte, glaube ich, diese Nähe zum Sarg nicht

Speaker0: unbedingt, aber ich finde es interessant.

Speaker0: Also Japan ist eh ein faszinierendes Land, Und ich kann das mir da total gut

Speaker0: vorstellen, dass das jetzt hier kein, glaube ich, kein Scherz,

Speaker0: sondern das ist einfach, ja, Teil dieser kulturellen Ausbringung.

Speaker1: Aber schon sehr skurril.

Speaker0: Ja. Ja, also...

Speaker0: Überschrift People are meditating inside coffins in Japan. Gaze at life through

Speaker0: being conscious of death.

Speaker0: Sich den Tod bewusst machen, hilft dir dann vielleicht im Leben wieder ein bisschen

Speaker0: besser Fuß zu fassen oder eben dessen Bedeutung wahrzunehmen.

Speaker0: Das geht natürlich auch, indem man sich 45 Minuten voll in die Presse reinzieht.

Speaker0: Da merkt man auch, wie verrückt die Welt ist und wie gesund man vielleicht mental

Speaker0: selber doch noch ist entgegen anderer,

Speaker0: Wahrnehmungen. Also alles gut da draußen bei euch. Die Welt ist verrückt, nicht ihr.

Speaker0: Und damit das auch so bleibt, werden wir weiter die Medien verfolgen und euch

Speaker0: die skurrilsten Storys nach Hause bringen. Es hat mir wieder großen Spaß gemacht.

Speaker0: In zwei Wochen gibt es wieder voll in die Presse Käsekuchen und alkoholfreies

Speaker0: Bier, will ich hoffen. und bis dahin sage ich mal Tschüss und Goodbye.

Speaker1: Chorizo. Tschüss.